Am 30. September 2015 fand die erste Aktivität des Zentrums für horizontale Führung in Zürich statt. Organisiert und durchgeführt wurde dieser Anlass von IMO Switzerland. Rund 45 interessierte Führungskräfte, Geschäftsführer/Innen und HR-Verantwortliche begegneten IMO und ihrem Ansatz der horizontalen Führung. Die Teilnehmer/Innen kamen aus verschiedenenartigen Organisationen wie Versicherungsgesellschaften, Spitälern, Polizei, Institutionen der Sozialfürsorge sowie Unternehmen aus Handel und Industrie.

Der Tag begann mit einer Einführung über horizontale Führung durch Adriaan Bekman. Er beschrieb die Entwicklung von Führung in früheren Zeiten bis in unsere heutige organisierte Welt und die Notwendigkeit eines nächsten Schrittes. Dieser nächste Schritt ist wichtig, damit alle als Führungskräfte sichtbar werden, die Geschäftsführer/Innen, die Manager, die Fachleute, und die Mitarbeiter/Innen. Auf diese Weise sind ergebnisreiche Dialoge möglich und es folgen nächste Schritte in Bezug auf die wirklich aktuellen Themen, welche uns alle umtreiben und beschäftigen.

Einer der Höhepunkte war die berührende autobiografische Geschichte einer in Russland geborenen Studentin und nun ihre Studienlaufbahn in der Schweiz absolviert. Als Repräsentantin der Generation Y schilderte sie ihren faszinierenden und reflektierten Umbruchsprozess sowie ihre Erwartungen an die Führungskräfte der Organisationen. Ihre Geschichte mit dem Titel: Der Weg zu mir ist hier veröffentlicht.

Unsere IMO Kollegin Patrizia Luise begleitete sie in ihrem Prozess.

Dunja Al Jabaji stellte eine Herangehensweise vor, wie Organisationen als dynamische Prozesse gesehen und erfahren werden können. In fünf Gruppen hatten die Teilnehmer/Innen die Möglichkeit sich selbst und ihre eingene Organisation zu reflektieren. Dabei wurde auf vier Felder fokussiert: die Bedürfnisse der Kund/Innen, diejenigen der MitarbeiterInnen und der Teams und auf die Prozesse und Dienstleistungen.

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Am Nachmittag konnten die geladenen Gäste den IMO-Ansatz in drei unterschiedlichen Workshops erfahren. Es ging dabei um konkrete Beispiele aus der Praxis der IMO Kollegen und -Kolleginnen:

  • Horizontale Führung in turbulenten Zeiten, durchgeführt von Hans Ruijs
  • Reorganisation unter hohem Arbeitsaufwand, durchgeführt von Hans-Peter Ulli
  • Turnaround-Prozess in einer grossen Diensleistungsorganisation, durchgeführt von Jutta Hodapp

Die Teilnehmer/Innen äusserten sich sehr überrascht darüber, welche Veränderung in sehr strukturierten und vertikal funktionierenden Organisationen durch einen horizontal entworfenen und geführten Prozess möglich ist.

Den Nachmittag schlossen wir mit einer kurzen Reflektion der Gäste in Bezug auf die persönlichen Eindrücke und die Wirkung des ganzen Tagung ab. So erwähnte ein Teilnehmer: „er sähe den grossen Bedarf des horizontalen Ansatzes, um mit der heutigen Komplexität zurecht kommen.” Die Teilnehmer/Innen trafen sich bei der Frage: “Was ist eine gute Balance zwischen den bekannten vertikalen Einrichtungen in der Arbeitswelt und horizontalem Führen und Organisieren, um eine gute Entwicklung der Unternehmen als Gemeinschaft von Menschen zu ermöglichen?”

IMO wird mit dem Zentrum für horizontale Führung jedes Jahr einige Anlässe organisieren und durchführen damit Vertreter/Innen von Organisationen die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeit und ihre Erfahrungen mit der horizontalen Führung untereinander zu diskutieren und sich dadurch zu unterstützen. Zudem wird jährlich ein offener Anlass für alle an der Entwicklung der horizontalen Führung Interessierten durchgeführt werden.